Widerstandsschweißen mit Mittelfrequenz

Die MF-Schweißtechnik gehört zu den Widerstandspressschweißverfahren und kommt sowohl im Bereich des Punkt- als auch des Buckelschweißens vielfältig zur Anwendung.

Beim Mittelfrequenzschweißen wird mittels eines Inverters der Strom von Netzfrequenz auf 1000 Hz getaktet und dann auf die Schweißtransformatoren geleitet. Auf deren Sekundärseite wird der Strom dann durch wassergekühlte Dioden-Pakete gleichgerichtet.

Schweißtechnologie
MF-Schweißanlage MINIPRO 3 mit integrierter Wasserkühlung
MF-Schweißanlage MINIPRO 3 mit integrierter Wasserkühlung

Vor- und Nachteile

Die MF-Schweißkurve ist vor allem durch einen schnellen Stromanstieg und einen gleichmäßigen Stromverlauf gekennzeichnet. Das MF-Schweißen ermöglicht auf Grund der 1000 Hz Taktung des Stromes kurze Schweißzyklen und einen sehr gut regelbaren Schweißstrom.

Der Schweißpunkt entsteht bereits in den ersten Millisekunden der Schweißung. Eine Schweißung sollte so an Maschine und Bauteil so ausgelegt sein, dass bereits dann die Schweißtemperatur erreicht wird. Das MF-Schweißen hat sich im Bereich der Punktschweißtechnik als Standardverfahren durchgesetzt. Vor allem die schnelle Regelbarkeit begünstigt den Einsatz sogenannter U/I Regler. Diese nehmen den typischen Widerstandsverlauf einer Punktschweißung als Referenz und regeln eine ablaufende Schweißung entsprechend nach.

Beim Buckelschweißen konkurriert das MF- mit dem KE-Schweißen. Beim MF-Schweißen kann durch verschiedene Stromprofile eine formgebende Wirkung auf die Schweißteile ausgeübt werden. So lassen sich Bauteile durch ein Stromprofil nach vollendeter Schweißung auf eine bestimmte Höhe drücken. Wegen geringerer Kosten und einem besserem Wirkungsgrad setzt sich bei Schweißströmen ab 30 kA immer mehr das KE-Schweißen durch.