KES Prinzip

Das KE-Schweißen gehört zu den Kurzzeitverfahren. Verfahrenstypisch sind hohe Schweißströme und höhere Elektrodenkräfte als bei anderen Widerstandsschweißverfahren. Es eignet sich deshalb überwiegend zum Buckelschweißen.
Zum Punktschweißen wird das KE Schweißen immer dann eingesetzt, wenn die Standardverfahren an ihre Grenzen gelangen (beispielsweise bei extrem unterschiedlichen Blechdicken).
Schweißtechnologie

Beim KE-Schweißen wird die zum Schweißen benötigte Energie aus einer vorher geladenen Kondensatorbank über einen Schalter (Thyristor) auf einen Schweißtransformator geschaltet. Durch die schlagartige Entladung der in den Kondensatoren gespeicherten Energie steigt der Strom im Sekundärkreis sehr schnell an. Durch den elektrischen Widerstand im Schweißbuckel erhitzt sich das Material innerhalb weniger Millisekunden auf Schweißtemperatur.

Der schnelle Temperaturanstieg erhitzt die Schweißzone bevor die Wärme abfließen kann und verhindert somit eine Erwärmung der Bereiche um die Schweißstelle. Bereits nach wenigen Millisekunden ist der Buckel geschweißt. Dieser Effekt ist verantwortlich für alle Vorteile und Möglichkeiten des KE-Schweißens.