KE-Schweißen im Automobilbau

Im Fahrzeugbau gibt es verschiedene Hauptanwendungen für das KE-Schweißen.
Die Wichtigsten sind:

  • Schweißen von hochfesten und presshärtenden Stählen (22MnB5)
  • Schweißen von Bauteilen für Getriebe und Antriebsstrang
  • Schweißen von beschichteten Karosseriebauteilen
  • Schweißen von dichtenden Verbindungen
Schweißtechnologie
Pedaltopf mit Schraube M8x50Zahnkränze, gehärtetGehäuse LenkgetriebeDruckstange Bremskraftverstärker
Pedaltopf mit Schraube M8x50Zahnkränze, gehärtetGehäuse LenkgetriebeDruckstange Bremskraftverstärker

Für das sichere Befestigen von Schweißschrauben oder Muttern an pressgehärtete Bauteile aus 22MnB5 hat sich das KE-Schweißen als Standard durchgesetzt. Vor allem die schwierigen, aus der Beschichtung resultierenden Randbedingungen erfordern einen stabilen Prozess. Dieser ist in der Kombination von KE-Schweißen und eine abgestimmten Qualitätssicherung gegeben.

Ähnlich komplex ist das Schweißen vergüteter Bauteile. Hier hat sich die Kombination von Schweißimpuls und prozessbegleitender Wärmebehandlung bewährt. Erst wird der Buckel geschweißt, dann wird durch eine zweite Entladung die Schweißstelle nochmals erwärmt und damit angelassen. Eine schnelle Ladetechnik sorgt dabei für kurze Prozesszeiten.

Schweißverbindungen mit Ringbuckeln müssen sehr oft nicht nur fest, sondern auch druckdicht gegenüber verschiedenen Medien sein. Kleine Ungenauigkeiten können Undichtigkeiten verursachen. Die präzise Vorbereitung der Bauteile muss sich dann in einem exakten Prozess spiegeln. Nur wenn dieser stabil ist, lassen sich bauteilbedingte Abweichungen während des Schweißprozesses erkennen.

Am Anfang jedes Projektes KE-Schweißen steht die Prozessertüchtigung. Nur wenn eine optimale Vorbereitung gelingt, sind die Voraussetzungen für eine stabile Massenfertigung gegeben. KE-Schweißen ist einfach anzuwenden. Es gibt zwei Prozessparameter und eine Schweißeinstellung ist schnell gefunden. Findet man diese nicht, hilft nur eine Veränderung der Bauteilvorbereitung weiter.